März, 2018

18Mrz12:00 Nachmittags7:30 Nachmittags4. Kunstsalon am Weißen SeeHimmel und Erde - Fotografie von Carola Thielecke und Thilo Seibt I Malerei von Skadi Engeln12:00 Nachmittags - 7:30 Nachmittags Atelier Ella von Berg Porzellan und Skadi Engeln Malerei, Große Seestraße 17 , 13086 BerlinEvent Type :Kultur

Event Details

Gezeigt werden bei Anwesenheit der KünstlerInnen Fotografien von Carola Thielecke und Thilo Seibt sowie Malereien von Skadi Engeln. Um 16.00 wird der Film „P. wie Pelikan“ vorgeführt.

Carola Thielecke und Thilo Seibt

In der Ornamentik iranischer Moscheen begegnen sich Himmel und Erde. In den Fliesenmosaiken der Gotteshäuser verbindet sich das Blau des Himmels, gleichzeitig Symbol der Unendlichkeit und Unergründlichkeit, mit dem Ocker des von der Sonne verbrannten Bodens. So, wie der strahlend blaue Himmel sich über der ockerfarbenen Wüste und den Lehmziegeldörfern wölbt, so wölben sich auch die Kuppeln und Bögen der Moscheen scheinbar schwerelos über den Gläubigen.  Und dabei bestehen diese Fliesen und Kuppeln, die sinnbildlich den Himmel darstellen, selbst aus gebrannter Erde.

Thilo Seibt und Carola Thielecke befassen sich seit vielen Jahren intensiv mit der Fotografie, ihre Arbeiten waren bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen sowie in Einzelausstellungen zu sehen. Seit 2012 leben sie in Weißensee.  


Skadi Engeln

beschäftigt sich seit 2001 in ihrer Malerei und Druckgrafik mit Landschaft als Sinnbild für Welt, seit 2011 “gestört” oder „durchwebt“ von Spuren menschlicher Wahrnehmung und Intervention. Der Mensch hat sich als Linien und Streifen, meist als Vertikale, in ihre Landschaften integriert, als Betrachter und Wirkender. So webte sich in ihre Malerei vibrierend ein Rhythmus und auch ein Konflikt ein.

Landschaft als Synonym für Welt reflektiert dem Betrachter dahinterliegende Wirklichkeiten, Wahrheiten, verschlüsselt sie, lässt sie wieder durchscheinen und gibt sie nur annähernd preis. Der Horizont meist der zentrale Ort ihrer Arbeiten trennt und verbindet das Oben und Unten, das Davor und Dahinter. Sie versucht nicht, Dahinter- oder Davorliegendes zu entschlüsseln. Das Geheimnis soll bewahrt bleiben, ebenso die Schönheit, die vielleicht grade in der Verschlüsselung, im Geheimnisvollen liegt.

 
P wie Pelikan

Der alte Eremit A’Seyd Ali Mirza, der in einer verfallenen Ruine in der Wüstenstadt Tabas lebt, versucht, den Kindern der Nachbarschaft das Alphabet mittels Gestensprache beizubringen. Die Kinder machen sich über ihn lustig und jedes Mal, wenn er den Buchstaben P erreicht, rufen sie «P wie Pedarsag» (= Hundesohn). Der alte Mann ärgert sich und läuft ihnen hinterher. Eines Tages ruft eines der Kinder beim Buchstaben P: «P wie Pelikan». A’Seyd Ali Mirza, der nicht weiß, was ein Pelikan ist, verlässt die Ruine und geht mit den Kindern in den Golshan Park, um einen Pelikan aus der Nähe zu sehen. Kimiavi liebt in seinen Werken das Vergangene. Wir finden in seinen zeitgenössischen Figuren stets die Negation zeitgemäßen Denkens. Das ist am stärksten in P mesle Pelikan erkennbar. A’Seyd Ali Mirza hat seine eigene spezielle Welt, sein Leben ist auf einen Ort festgelegt, er ist «authentisch». Er ist ganz er selbst und Kimiavi benützt diese authentische Persönlichkeit um seine eigenen Ideen zu vermitteln.

Time

(Sonntag) 12:00 Nachmittags - 7:30 Nachmittags

Location

Atelier Ella von Berg Porzellan und Skadi Engeln Malerei

Große Seestraße 17 , 13086 Berlin

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